Die heilige Margaretha

margarethafigur_160Patronin unserer Pfarrkirche ist die heilige Margaretha von Antiochien.
Urkundlich wird sie erstmals im Jahre 1368 als Patronin der Kirche in Emstek genannt. Das Patronatsfest wird am 20. Juli gefeiert. Im Vorfeld zu diesem Tag findet schon seit Jahrhunderten der Margarethenmarkt in Emstek statt, der früher ein wichtiger Handelstag war und heute als Jahrmarkt gefeiert wird.

Die heilige Margaretha – in der Ostkirche ist Marina der gebräuchliche Name – ist eine legendäre Märtyrerin und hat im 2. und 3. Jahrhundert gelebt. Der Überlieferung nach ist sie im Jahre 305 gestorben.
Sie soll aus Antiochien in Pisidien (in der heutigen Türkei gelegen) stammen und Tochter eines heidnischen Priesters gewesen sein. Die christliche Amme erzog sie zum Glauben. Der Vater verstieß seine Tochter, als er dies bemerkte und denunzierte Margaretha beim Stadtpräfekten. Sie floh, wurde aber gefunden und vor Gericht gestellt. Die Richter begehrten die hübsche Angeklagte, wurden aber von ihr abgewiesen und rächten sich umso grausamer. Margareta wurde mit Fackeln angesengt und in siedendem Öl gekocht, aber sie blieb unverletzt. Das Volk war von diesem Wunder dermaßen beeindruckt, dass die Menschen sich offen zum Christentum bekannten, dafür aber gleich enthauptet wurden wie schließlich auch Margaretha.
Nach anderer Überlieferung sah der Stadtpräfekt Olybrius Margaretha Schafe hüten und begehrte die schöne christliche Jungfrau. Da sie sich standhaft weigerte, ließ er sie mit eisernen Kämmen reißen, mit Fackeln brennen und ins Gefängnis werfen. Mehrfach erschien ihr der Teufel als ein riesiger Drache und wandte sich um sie, um sie zu verschlingen. Aber der Teufel wurde zerbrochen durch das Kreuzzeichen, das Margaretha über ihn machte. Sie entkam seinen Krallen unbeschädigt.
Immer wieder wurde sie von den bei den Folterungen erlittenen Wunden wundersam geheilt. Das Volk erkannte dies, viele ließen sich daraufhin taufen. Schließlich zur Richtstätte geführt, betete sie vor ihrer Enthauptung für ihre Verfolger und alle, die in Zukunft ihr Gedächtnis anrufen würden, besonders die Frauen in Kindsnöten.

Die heilige Margaretha wird als eine der Nothelferinnen verehrt und gilt als Patronin der Bauern, Hirten, Jungfrauen, Ammen, Mädchen, Gebärenden, der Fruchtbarkeit und bei schweren Geburten (da sie nach der Legende unversehrt aus dem Leib des Drachen befreit wurde).

Text von: Markus Meckelnborg