Reisigbesen für die Friedhofspflege in Emstek

Emstek/Garthe. Alle Jahre w

Josef Haakmann schneidet den Birkenreisig auf Länge

ieder im Frühjahr sorgen drei Rentner dafür, dass die ehramtlichen Kräfte aus der Friedhofsgruppe mit neuen Reisigbesen die parkähnliche Anlage sauber halten können. Schon im Winter suchen Aloys Griesehop, Josef Haakmann und Karl Schröder Reisigäste von Birken in Garthe. Dabei fällen sie keine Bäume, sondern schneiden die dünnen Triebe von Birken auf passende Längen ab.

An einem Nachmittag im Spätwinter treffen sich die drei dann wieder. Sie fügen mit einer extra von Dieter Schröder angefertigen Drückeinrichtung die Reisigsträucher zusammen und binden diese mit einem Draht fest. Anschließend wird der fast vollständige Besen noch gestutzt und zum Trocknen zurückgelegt. Ein getrockneter Besen ist nach einem Jahr einsat

Aloys Griesehop und Karl Schröder drücken den Reisig fest zusammen

zbereit. Dieser ist dann schön leicht und lädt dazu ein mit Schwung die Gehwege zu reinigen. Die Besenstiele werden ebenso nachhaltig aus nachwachsenden Rohstoffen herstellt. Dazu werden gerade Haselnussstämme entrindet und auf entsprechende Länge geschnitten. Nach dem einseitigen Anspitzen passen die Stiele dann gut auf die neuen Reisigbesen. Im Laufe eines Jahres werden ungefähr 25 Besen verbraucht. Das ist dann auch die Marge der diesjährigen Produktion. Die drei ehrenamtlichen Spezialisten fertigen diese Reisigbesen übrigens nur für die Friedhofsarbeiten in Emstek an.

Fotos: Thedering