In der Pfarrkirche St. Margaretha in Emstek ist im linken Seitenschiff eine Induktionsschleife für Hörgeräteträger installiert.

In der Filialkirche St. Aloysius in Höltinghausen können Sie in der gesamten Kirche über eine Induktionsschleife hören.

 

Und hier Ausfühliche Informationen zur indukTive Höranlage.
Quelle: Der Deutsche Schwerhörigenbund (DSB)

Was ist eine indukTive Höranlage?

Mikrofone nehmen Geräusche in unmittelbarer Nähe wesentlich lauter auf als Geräusche aus größerer Entfernung.
Dies tut grundsätzlich auch das Ohr, jedoch ist das Gehirn in der Lage, aus einem Geräuschmix die gewünschten Informationen herauszufiltern. Bedingt durch die Schwerhörigkeit und die Zwischenschaltung eines Mikrofons ist es beim Hörgerät für den Hörgeschädigten schwierig, bei höherem Geräuschpegel einem Gespräch aus größerer Entfernung zu folgen.

Hier bietet die indukTive Signalübertragung eine einfache und elegante Möglichkeit, diese Probleme aus der Welt zu schaffen. Kernstück einer indukTiven Höranlage ist eine Induktionsschleife, die im Fußboden oder an der Wand verlegt wird. Diese Schleife wird durch einen speziellen Verstärker betrieben. Dieser Schleifenverstärker („Loop Driver“) wird mit den gewünschten Signalen (z.B. Sprache, Musik, Durchsagen, Filmton etc.) gespeist.
Dadurch baut sich im Inneren dieser Schleife ein Magnetfeld auf, das den gewünschten Informationen entspricht.
Wird ein zweiter Draht in dieses Magnetfeld gebracht, so wird in diesem Draht eine Kernstück einer indukTiven Höranlage ist eine Induktionsschleife.
 
Spannung „induziert“, die dem ursprünglichen Signal entspricht. Diese „Induktion“ ist ein physikalisches Gesetz, ohne das weder Elektromotoren noch Stromerzeuger oder Transformatoren funktionieren würden. Die Ringleitung für Hörgeräte arbeitet nach demselben Prinzip.

Das gesamte System besteht aus einem speziellen Verstärker und der Ringleitung (Ringschleife) selbst. Der Verstärker kann an ein Fernsehgerät, ein Radio, eine Lautsprecheranlage, ein Mikrofon oder jede andere elektronische Tonquelle angeschlossen sein. Der Ausgang des Verstärkers speist die Induktionsschleife, die das Magnetfeld erzeugt.
Innerhalb der Ringschleife kann sich der Zuhörer frei bewegen. Wichtig ist nur, dass das Hörgerät auf „T“ umgeschaltet ist. Damit wird die übertragene Information (Sprache, Musik) überall in gleicher Lautstärke und Qualität wahrgenommen. Moderne Anlagen ermöglichen die Übertragung nahezu in HiFi-Qualität.

Auch eine hochqualitative Übertragung von Musik stellt kein Problem mehr dar. Da das Mikrofon im Hörgerät in der Stellung „T“ abgeschaltet ist, ist der Empfang ohne störende Nebengeräusche (z.B. Husten, Papierrascheln, Geschirrgeklapper) möglich.
Gute Induktionsverstärker verfügen über einen integrierte automatische Verstärkungsregelung („Dynamikkompressor“), sodass auch größere Lautstärkeunterschiede automatisch ausgeglichen werden. Für den Hörgeräteträger bedeutet das, dass bei ihm immer optimaler „Empfang“ herrscht, unabhängig davon, wie laut unterschiedliche Sprecher sprechen.